A duplicate name exists – oder auch nicht!

Schon mal passiert? Man versucht, sich mit einem Share zu verbinden, also sowas wie \\server\share, und Windows meldet:

„You are not connected because a duplicate name exists on the network“ oder auch mal gerne „System error 52 has occured. A duplicate name exists on the network“.

Es gibt aber definitiv keinen anderen Server mit dem gleichen Namen. Woher kommt also diese Fehlermeldung? Zum Beispiel dann, wenn „server“ nur ein Alias, ein CNAME, ist. Aber auch, wenn der Netbios-Name des Servers zu lange ist. Hat also eigentlich nichts mit einem „duplicate Server“ zu tun. Im Prinzip immer dann, wenn man einen Server unter einem Namen anspricht und er unter einem anderen Namen antwortet (im CNAME-Fall mit dem Hostnamen, im zweiten Fall mit dem gekürzten Namen).

Wie kann ich dann trotzdem zugreifen? Eigentlich ganz einfach, man muss nur einen Registry-Key auf Serverseite setzen bzw. anlegen, und zwar unter

HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Parameters


Name: DisableStrictNameChecking
Typ: REG_DWORD
Wert: 1

…und dann (leider) ein Reboot. Wenn es sich übrigens noch um einen Windows2000-Server handelt (Gott bewahre), dann braucht es noch entweder den letzten Servicepack (also wenn schon so alt, dann aber bitte mit dem aktuellen Servicepack!) oder einen Hotfix, erst dann kann man den Registry-Key setzen.

Jetzt höre ich schon die Stimmen: „Ich hab einen CNAME und kann mich prima mit dem Share verbinden, auch ohne diesen komischen Regsitry-Key“. Stimmt, und zwar dann, wenn SMB 2.0 im Spiel ist. SMB besteht unter Windows aus zwei Teilen, nämlich die Clientkomponente (Client for Microsoft Windows) und die Serverkomponente (File and Print Sharing for Microsoft Windows). Unterstützen beide Komponenten SMB 2.0, dann wird es auch standardmäßig verwendet. Server unter Windows Server 2008 oder Windows Server 2008R2 und Clients unter Vista oder Windows 7 unterstützen sowohl SMB 1.0 als auch SMB 2.0. Beim Aufbau der Verbindung meldet der Client (ab Vista) dem Server, dass er auch SMB 2.0 kann, falls nicht oder falls der Server nicht kann, wird SMB 1.0 verwendet und dann wird der Registry-Eintrag benötigt.

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Über Ralf Wigand

...arbeitet für Microsoft und war von 2008-2015 MVP für Directory Services.
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